Alles was ich 2020 geschrieben habe, gilt auch heute; vielleicht in einem noch stärkerem Ausmaß. Der Druck hat zugenommen.
Selbst in den Stimmen der Nachrichtensprecher ist das Drama der Situation zu hören und zu spüren. Und wir sind noch nicht durch. Eher noch mehr auf uns zurückgeworfen. Die Dokumentationen zeigen nie einen geheilten Corona-Patienten, sondern nur die so schlimm Erkrankten.
Wenn Du Fernsehen schaust oder Radio hörst, bekommst Du deren Vision zu sehen und zu hören. Wenn Du die wissenschaftlichen Kommentare liest, werden ihre Meinungen und Zugänge für Dich wichtig. Wir hören über den Ursprung des Virus, über die Probleme, über Tests, über den Verlauf, über Tote.
Wir spüren im Hintergrund die politischen Interessen und die großen ökonomischen Ängste, die jeden Einzelnen von uns, als auch das Kollektiv betreffen.
Was mich schon lange beschäftigt: Die Kamera, die die Bilder im Fernsehen, Internet, Handy produziert, ist eine Erweiterung deiner Augen und diese Bilder erreichen direkt dein zentrales Nervensystem, so auch Filme von den Intensivstationen mit den intubierten Menschen oder der Abtransport der Särge! Erinnere Dich, wie Du dabei die Luft angehalten hast: Es ist ein Gefühl, als ob Du in die gezeigte Szene hinein gesogen würdest. Auch wenn gesagt wird, dass wir von den Bildern keinen Virus aufschnappen können; der Virus der Angst wird umso besser transportiert: Eventuell könnte auch ich oder meine Lieben betroffen sein. Nachdem Du dies gelesen hast: Bitte beginne wieder zu atmen. Mir tut es gut, meinen Ängsten eine Stimme zu geben und mit jemandem, dem ich vertraue, darüber zu sprechen. Wenn ich allein bin, schreibe ich über sie. Mir erscheint es oft, als ob unsere Urängste wiedererwachen. Vor 20.000 Jahren fürchteten sich unsere Vorfahren auch vor den diffusen Gefahren des Unsichtbaren. Wie können wir eine gute Selbstfürsorge betreiben, um uns vor dieser mysteriösen Krankheit zu bewahren? Wir erinnern uns dabei auch an alte, einfache Hausmittel: Natürlich Abstand halten und Hände waschen. Ich habe auch gelesen, dass der Virus in der Nase und im Hals wächst, bevor er in die Lungen wandert. So ist es sicher hilfreich mit Salzwasser zu gurgeln sowie dieses in die Nase zu schnupfen.
Von den Mineralien soll in diesem Fall Zink am wichtigsten sein. Mir persönlich hat das bisher sehr geholfen. Trotz allem können wir diese Zeit nutzen, um eine bessere Welt für uns zu schaffen. Wir sehen ja schon die positiven Seiten der Einschränkungen: Die Luft ist sauberer, der Himmel ist ohne Flugzeuge einfach nur blau, Menschen helfen sich gegenseitig. Lasst uns gemeinsam unseren Fokus auf dieses Innehalten lenken. Vielleicht ist die Herz-zu-Herz- Verbindung nicht nur ein Wort, sondern wird durch den räumlichen Abstand bewusst und wichtig. Wir reden schon so viele Jahre darüber, dass wir alle derselben, göttlichen Quelle entspringen – wir nennen es unser Höheres Bewusstsein oder heute mehr unsere Essenz. Viele haben es als Möglichkeit zwar zugelassen, es aber nie wirklich mit unserem Leben in der Materie in Verbindung gebracht. Jetzt spüre ich, dass alle mehr und mehr verstehen, dass sich das genauso auch auf unser Erdenleben bezieht: Wir alle sind als Lichtwesen, die sich als Menschen inkarniert haben, miteinander verbunden – rund um den Erdball. Schon seltsam, dass es ein Virus braucht, um uns fühlen zu lassen, dass es nur eine Seele und eine Menschheit auf unserem Planeten gibt. So lasst uns die kurze Zeit der Beschränkungen nicht fürchten, sondern nutzen, um unsere wirklichen Bedürfnisse zu spüren. Eines davon ist bei vielen von uns: zur Menschenfamilie dazu zu gehören. Wer kennt nicht das Gefühl ausgeschlossen zu sein. Es gibt einen alten Spruch: „Wenn die Fischer nicht aufs Meer fahren können, um zu fischen, reparieren sie die Netze.“ Sicher tut es uns gut den Kontakt zu uns selbst wieder zu intensivieren und der Frage zu folgen: „Was in mir habe ich vernachlässigt?“ Dann kann ich auch fragen: „Welche Verbindungen zu anderen Menschen habe ich nicht mehr gepflegt?“ So wie jetzt im Frühling die Pflanzen mit großer Kraft durch die dunkle Erde stoßen und zu Bäumen, Blumen und Essbarem werden, so halten auch wir in uns Reserven von unvorstellbarer Stärke und Unverwüstlichkeit. So bringen wir all unsere Ebenen zusammen in dem Mantra: „Ich bin ein Licht in dieser Welt, dass Mut und Harmonie in diesen dynamischen Zeiten verströmt.“ Einen schönen Sonntag wünscht Euch von Herzen, Eure Uta.